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Jahresbericht 2008

kulturnacht "licht!"

Wie bereits im Jahr 2007 unterstützte der Museumsverein auch im Jahr 2008 perso­nell und finanziell die Dritte Naumburger Kulturnacht, welche am 6. September stattfand. Für die Durchführung der Kulturnacht stellte uns die Altenburg-Stiftung freundlicherweise 1.000 EUR zur Verfügung. In der Hohen Lilie, dem Wenzelsturm, dem Marientor, dem Nietzsche-Haus, der Stadtbibliothek und dem Straßenbahndepot haben in der Zeit von 20:00 Uhr bis 24:00 Uhr Künstler, Referenten und Akteure gewirkt. Im Hof des Marientors wurden Kurzfilme gezeigt, die sich thematisch mit dem Thema „Licht!“ befassten. In der Hohen Lilie untersuchte der Restaurator Ulrich Böduel Gemälde mittels UV-Licht. Weiterhin gab es im Keller in der Mühlgasse fluoreszierende Steine zu bestaunen, die wir vom Museum für Naturkunde in Gera ausgeliehen hatten. Im Wenzelsturm vollführte die Künstlerin Ilona Vogel mit ihrem Papiertheater Licht- und Schattenkunst der besonderen Art. Besucher, die lediglich den Wenzelsturm besteigen wollten, beschwerten sich während der Vorstellung allerdings immer wieder über die fehlende Beleuchtung in der Turmhaube. Diese war aber für die Durchführung der Veranstaltung eine Notwendigkeit. In der Galerie des Wenzelsturms war eine Schwarzlichtkunstausstellung zu sehen, die wir von der Kunst- und Musikschule Jena zur Verfügung gestellt bekommen hatten. Im Nietzsche-Haus referierte Frau Wendenkampf vom Bund für Umwelt und Naturschutz zum Thema „Lichtsmog und seine Auswirkungen auf Tier und Mensch“. Ein zweiter Vortrag zur „Insektenfeindlichen Außenbeleuchtung“ fand aufgrund fehlender Zuhörer nicht statt. Im Keller des Nietzsche-Hauses konnten Besucher im Dunklen einen Dialog mit Sehbehinderten führen. Dafür konnten wir Frau Blum und ihren Ehemann gewinnen. Ein Erlebnis der besonderen Art. Im Obergeschoss des Nietzsche-Hauses gab Herr Kahl Hinweise und Tipps zum Fotografieren im Dunklen. Die Stadtbibliothek bot mehrere Lesungen und eine Weinverkostung an, der Nacht-Bücherflohmarkt und die Mitternachts-Ausleihe zog etliche Besucher an. Ein abwechslungsreiches und umfangreiches Programm, das auf breite Zustimmung in der Bevölkerung stieß. Insgesamt sind knapp 500 Besu­cher unserer Einladung zur Kulturnacht gefolgt.

Ein herzliches Dankschön an dieser Stelle an alle, die in der Kulturnacht die Auf­sicht in den Häusern übernommen haben.

museumspädagogische arbeit

Weiterhin unterstütze der Verein abermals die museumspädagogische Arbeit im Stadtmuseum Naumburg. Die Durchführung von Kinderaktionen in den Frühjahrs- und Sommerferien des Jahres 2008 wären ohne die finanziellen Mittel des Vereins nicht denkbar gewe­sen. In den Sommerferien war in der Hohen Lilie die Sonderausstellung „Das Kirschfest - Metamorphosen eines Volksfestes“ zu sehen. Nach einer 20minütigen Führung durch die Ausstellung bastelte Frau Kerber mit Hortkindern eine Trommel mittels Tontöpfen und Pergamentpapier. Die Kosten in Höhe von 52,65EUR für diese Materialien übernahm der Museumsverein.

Publikationen

Die Herausgabe der Braunschen Annalen, dem 3. Band zur Naumburger Stadt­geschichte, steht noch aus. Die Übertragung der Handschrift durch Herrn Dr. Karl-Heinz Wünsch ist abgeschlossen, für den Druck steht eine zweck­gebundene Spende der Stiftung In Memoriam Hans und Hildegard Altenburg zur Verfügung. Ein Nachdruck des Leseheftes „Kein Zaun war mir zu hoch“ erfolgte Anfang des Jahres 2008. Ein zweiter Band ist zurzeit noch nicht in Arbeit.

für und vom verein wurden im berichtsjahr 2008 folgende veranstaltungen organisiert:

vorträge im stadtarchiv

Der Museumsverein Naumburg e.V. veranstaltete zwei Vorträge im Stadtarchiv Naumburg. Sigmar Radau, Spielkartensammler und Publizist aus Berlin, referierte am 30. April über die Naumburger Spielkartenfabrik in Naumburg. Angefangen von der allgemeinen Versteuerung von Spielkarten über die Spielkartenherstellung und die Kartenmacher in Naumburg bis zur Geschichte der Sutor’schen Spielkartenfabrik. Einen zweiten Vortrag zum Thema „Klinger und die Photographie“ hielt Barbara John, Kunsthistorikerin und Buchautorin, am 22. Oktober im Lese­saal des Stadtarchivs. Frau John widmete sich besonders der Bedeutung der Photographie für das Schaffen Max Klingers und präsentierte dazu eine Reihe meist bereits bekannter Photographien. Beide Vorträge waren mit 20 bis 30 Zuhörern nur mäßig besucht.

Sommerfest

Im August vergangenen Jahres fand erstmals ein Sommerfest im Garten der Museumsverwaltung in der Grochlitzer Straße statt. Eine Zusammenkunft mit interessanten Gesprächen über die Arbeit des Museumsvereins und die weiteren geplanten Unternehmungen. Eine für den 25. Oktober anberaumte Exkursion nach Dresden wurde aufgrund fehlender Teilnehmer nicht durchgeführt.

Die Aktualisierung des Internetauftritts des Vereins, welcher auf der Homepage des Museums unter www.museumnaumburg.de zu finden ist, steht noch aus. Demnächst wird dort der Tätigkeitsbericht 2008 zu lesen sein. Auf der Homepage kann man weiterhin die Satzung und den Mitgliedsantrag abrufen und sich über vergan­gene und gegenwärtige Projekte des Vereines informieren.

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