Aktuell - Romanisches Haus

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April/Mai 2020, Museum Romanisches Haus Bad Kösen.

Corona-Pause? - Alles neu macht der Mai!

Eine Auffrischung der Käthe-Kruse-Ausstellung.

- Seit Jahren sind die baulichen Zustände im Museum Romanisches Haus Bad Kösen für alle Beteiligten – Besucher und Personal – an der Grenze des Erträglichen. Im Winter schafft die veraltete und extrem ineffektive Gebläseheizung es nicht, die Räume auf eine vertretbare Temperatur zu bringen, im Sommer wird insbesondere der Raum der Käthe-Kruse-Sammlung zum Glutofen. Die Fenster sind undicht, die Bausubstanz bröckelt allenthalben, die Elektroinstallationen stammen aus der Vorzeit. Mit der nachteiligste Umstand ist allerdings darin zu sehen, dass gerade die Käthe-Kruse-Ausstellung im Obergeschoss angesiedelt ist, wo sie von gehbehinderten  Personen nicht erreicht werden kann. Schon mehr als einmal mussten Besucher im Rollstuhl von den Museumsmitarbeiterinnen ins OG getragen werden.

Nun sollten eigentlich in diesem Jahr beide Gebäude des Museums von Grund auf saniert werden. Die Finanzierung des Projekts war – dank der vom Kreis avisierten „Lützen-Millionen” – finanziell abgesichert und das Projekt wurde von allen beteiligten Stellen als vordringlich eingestuft. Sprichwörtlich in letzter Minute legte allerdings der Bad Kösener Ortschaftsrat sein Veto ein und verhinderte die Sanierungsarbeiten – warum auch immer.

Angesicht der derzeitigen Kassenlage und der sich aufbauenden zusätzlichen finanziellen Belastungen für die öffentlichen Haushalte müssen wir nun davon ausgehen, dass dieser verpassten Chance einer dringend nötigen baulichen und konzeptionellen Erneuerung in absehbarer Zeit keine zweite, für die Stadt auch nur annähernd ähnlich vorteilhafte Gelegenheit folgen wird.

Käthe Kruse in Bad Kösen

Da am Zustand der Bausubstanz ohne größeren Aufwand wenig zu ändern ist, haben wir uns entschlossen, wenigstens die Erneuerung der in die Jahre gekommenen Dauerausstellung der Käthe-Kruse-Sammlung  aus eigenen Mitteln in Form eines  frugalen low-budget-Projekts in Angriff zu nehmen. Was wir da gerade zusammenbauen ist ganz sicher keine Lösung auf Dauer, insbesondere die tragende Konzeption des Museums wird in Zukunft deutlich über das engere Käthe-Kruse-Thema hinausführen müssen, wenn neues Publikum gewonnen werden soll, während die älteren Besucherinnen und Besucher, für die Käthe-Kruse-Puppen noch ein veritables Sehnsuchtsobjekt ihrer Kindheit darstellten, immer weniger werden. Aber immerhin sind wir zuversichtlich, dass unsere neue Ausstellung den thematischen Rahmen schon einmal deutlich durch soziale, historische und technische Aspekte erweitern und dass auch die Gestaltung zu einem vorzeigbareren Ergebnis führen wird.

Wir sind z. Zt. dabei, die letzten Vorbereitungsarbeiten  (sägen, bohren, schrauben, malern, kleben) zu treffen und hoffen, im Mai mit der Neu-Einrichtung  fertig zu werden. Bis dahin bitten wir unsere Besucher noch, sich zu gedulden, wir denken, es lohnt sich!

 Käthe Kruse in Bad Kösen

Februar 2017: Romanisches Haus Bad Kösen

PEBE-Sammlerstücke für Kösen gesichert.

Ausstellung bleibt bis zur Umgestaltung des Romanischen Hauses stehen.

- Ein überraschend großes öffentliches Interesse hat in den letzten Monaten unsere PEBE-Ausstellung im Romanischen Haus Bad Kösen gefunden. Wir hatten zusammen mit dem Weimarer PEBE-Sammler Jörg Haesler in einer kompakten Ausstellung den Weg der Firma vom Konstruktionsbetrieb zum Spielwarenhersteller nachgezeichnet und damit ein interessantes Kapitel DDR-Wirtschaftsgeschichte beleuchtet.

Es wäre zu schade gewesen, die Ausstellung nach kurzer Zeit wieder abzubauen, da sie doch ein Kernthema der ökonomischen Entwicklung Bad Kösens der vergangenen Jahrzehnte berührt. Wir freuen uns daher sehr, dass sich das Stadtmuseum Naumburg und der Sammler darauf einigen konnten, die gezeigten Ausstellungsstücke – mit ganz wenigen Ausnahmen –  in die Sammlung des Museums zu überführen. Damit wird eine schmerzliche Lücke geschlossen, da sich bisher im Bestand der Kösener Sammlung kein einziges Stück zu diesem Thema fand. Mit dem Erwerb der Ausstellungsobjekte ist nun ein Grundstock gelegt, der in den nächsten Jahren noch ergänzt werden kann und soll. Insbesondere aus der Frühzeit der Firma, als sie noch keine Bausteine produzierte,  werden noch Objekte gesucht, darunter Kugelschreiber, Lockenwickler, Haarschmuck und vieles mehr – vielleicht findet sich ja noch das eine oder andere vergessene Stück in einer Schublade auf irgend einem Dachboden?

Die Ausstellung zur PEBE-Geschichte im Romanischen Haus bleibt vorerst unverändert stehen, da sich am Horizont abzuzeichnen scheint, dass in nicht allzuferner Zukunft die Mittel für eine komplette Neugestaltung des Kösener Museums zur Verfügung stehen werden.

  VERLÄNGERT BIS 15.01.2017

PEBE 0013PEBE - Bausteine aus Bad Kösen.

Spielwaren für die Kinderzimmer der DDR – Ausstellung im Romanischen Haus Bad Kösen.

- Fast 40 Jahre lang wurden in Bad Kösen von PEBE Steckbausteine und andere Spielwaren aus Kuststoff produziert. Wie es dazu kam und wie der Betrieb sich über die Jahre entwickelte, das ist ein spannendes Kapitel der Wirtschaftsgeschichte von der Nachkriegszeit bis zum Ende der DDR.

Die Ausstellung zeichnet das Produktionsspektrum der Firma PEBE vom Ende der 1950er Jahre, als die ersten Bausteinkästen auf den Markt kamen, bis in die 1990er Jahre nach.
Sowohl Baukästen in ihrer – heute sehr seltenen – originalen Ver­packung als auch Modelle sind zu besichtigen und werden so manchen Erwachsenen an seine ersten Begegnungen mit dem „DDR-Lego“ erinnern.

Juli 2016 - PEBE-Ausstellung im Romanischen Haus Bad Kösen.

Begleitheft zur Ausstellung erschienen.

PEBE Begleitheft Cover- Seit heute können wir zur PEBE-Ausstellung in Bad Kösen auch ein Begleitheft liefern. Die Publikation hat 36 Seiten und bietet alle Ausstellungstexte nebst zahlreicher Abbildungen. Insgesamt liefert sie einen kurzen aber aufschlussreichen Überblick über die Firmengeschichte jenes Betriebes, der fast 40 Jahre lang die DDR-Steckbausteine herstellte, die dem dänischen Vorbild teilweise glichen wie ein Legostein dem anderen. Für Ossis, die sich gerne an Ihre Kindheit erinnern, ist das Heft ein Muss, für Wessis, die nicht wissen, wovon hier die Rede ist, ebenfalls und für Nossis, also den Rest der Menschheit, sowieso. Das Heft kommt in edelster Verarbeitung in Rückstichklammertechnik, gedruckt mit eigens ausgesuchten Farben auf Premiumbilderdruckpapier und hat mit 2,50 Euro einen Preis, angesichts dessen jeder Buchhalter das Atmen vergisst. Zu Haben ab heute im Romanischen Haus Bad Kösen und in der Hohen Lilie in Naumburg - oder aber auch per Post (zzgl. 2.00 Euro Porto).

annegret 01Annegret, 2016

Februar 2016. Eine Kalendergeschichte.

Unverhofftes Wiedersehen

- Als das Peterle das Haus verließ, war er ein schöner Knabe. Als er zurückkehrte, nach vielen Jahren, hatte er sich in ein altes, aber immer noch hübsches Mädchen namens Annegret verwandelt. Dazwischen lag eine lange Geschichte, die den größten Teil des 20. und noch einen kleinen Teil des 21. Jahrhunderts umfasste.

Weiterlesen: 2016.02: Unverhofftes Wiedersehen

smn rh 5000 besucher bei sandmann 1 80018. September 2015 - Romanisches Haus Bad Kösen

Schon 5000 Besucher in der Sandmann-Ausstellung

Es ging hoch her in den letzten Wochen im Museum Romanisches Haus Bad Kösen. Seit die Sandmann-Ausstellung eröffnet ist, hat sich das Durchschnittsalter der Besucher mindestens halbiert. Mütter, Väter, Großeltern, Onkel und Tanten kommen mit Kindern in Scharen um sich die wohlbekannten Figuren aus der virtuellen Fernsehwelt in natura anzusehen. Erinnerungen werden wach, bei den ganz kleinen ebenso wie bei den schon etwas reiferen Jahrgängen. Man sieht es den Besuchern an, man hört es, wenn sie ihre Begleitung begeistert zu irgend einem Modell ziehen um zu erzählen, was ihnen dazu aus ihrer Kindheit einfällt.

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Nach etwas mehr als sechs Wochen konnten wir am Donnerstag, dem 17. September 2015 bereits den 5.000 Besucher in der Ausstellung begrüßen:  Mutter (aus Berlin), Großmutter (aus Naumburg) und der dreijährige Sohn zeigten überrascht über die unerwartete Aufmerksamkeit, denn Ortsbürgermeister Gerd Förster empfing die Gäste mit einem kleinen Blumenstrauß und freundlichen Worten. Torsten Biel fotografierte für das Lokalblatt und machte sich ausführliche Notizen.

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